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Online - Buchprojekt

Der Verein „HeidelFriends“ und das Heidelberger „Interkulturelle Zentrum in Gründung“ rufen in Kooperation mit Schulen zu einem literarischen Kreativprojekt für Kinder und Jugendliche der Umgebung Heidelberg aus. Hierbei handelt es sich um ein Angebot für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Migrationshintergrund im Alter von 14 – 29 Jahren.
Ey, alter! Ich habe sooO viel erlebt,
wenn ich anfange zu schreiben, dann fülle ich eine Bibliothek!“
Alles Große fängt mal klein an. Was haltet ihr von einem Buch, in dem es um euch geht? Einem Buch jedoch, das nicht einfach über euch erzählt, sondern von euch selbst ist? Genau das möchten wir mit euch gemeinsam schreiben.
Idee:

Das Buchprojekt möchte die lebensweltlichen Erfahrungen der mitwirkenden Autorinnen und Autoren aufgreifen und in einem Roman kreativ verdichten. Den Rahmen hierfür bildet das Leben der frei erfundenen Protagonistin Yaren. Der Name Yaren ist dem türkischen bzw. arabischen Sprachgebrauch entlehnt und bedeutet: „die Freundin, die Gefährtin, die sehr nahe Stehende.” Gleich einer besten Freundin, möchte Yaren den jungen Co-AutorInnen entsprechend nahe sein, ihnen, vertraut mit ihren alltäglichen Lebensbedingungen, gleichsam aus dem Herz erwachsen. So sollen in der literarischen Figur Yaren die Lebenserfahrungen der AutorInnen figurativ Gestalt annehmen können. Beginnend mit der Beschreibung der Persönlichkeit und des sozialen Umfelds der Protagonistin soll den AutorInnen die Möglichkeit gegeben werden, sukzessive den Erzählverlauf zu entwickeln und so im Zusammenwirken den literarischen Sozialraum vor dem Auge des Lesers entstehen lassen. Den Co-AutorInnen werden beim Inhalt keine weiteren Vorgaben gemacht, so dass es ihnen etwa freisteht, weitere Charaktere hinzuzufügen und deren Geschicke nach Belieben zu lenken.
Ablauf:

Das Buch wird online in „Google Drive“ geschrieben. Dies ist eine von Google kostenlos angebotene Webanwendung, die es mehreren Personen zeitgleich ermöglicht an einem Dokument zu arbeiten. Die Webanwendung erleichtert die Koordination der Zusammenarbeit indem mehrere Personen orts- und zeitunabhängig an einem Text mitschreiben können. Zudem bietet sie einen adäquaten Rahmen, um in einer Zeit, in der die Informationstechnologie unter jungen Menschen einen hohen Stellenwert besitzt, die angesprochene Zielgruppe zum Schreiben und Lesen anzuregen.

Der größte Teil des Buchinhalts wird somit an den eigenen Computern der Teilnehmer von Zuhause aus geschrieben. Jeder der an diesem Buch mitschreibt, sei es auch nur ein winziger Beitrag, wird später namentlich als Mitautor des Buches aufgeführt. Um die eigenen Ideen in das Buch einfließen zu lassen muss man kein professioneller Schreiber und kein Lehrer sein. Inhalte vom Buch, die man geschrieben oder verändert hat, können jederzeit von Mitverfassern korrigiert und erweitert werden. Inhalte mit denen man sich nicht identifiziert können entweder verbessert oder kommentiert werden.

Das Buchprojekt ist auf mittelfristige Dauer ausgelegt, wodurch den Kindern und Jugendlichen die Chance gegeben wird, das Schreiben im Prozess zu erlernen und eine Routine zu entwickeln.
Ziel:

Ein wichtiges Ziel des Projektes ist es, Kinder und Jugendliche, die in der Schule und im Alltag Probleme, Ängste oder Blockaden beim Konzipieren und Durchführen schriftlicher Arbeiten haben, zu motivieren diese zu überwinden. Durch das regelmäßige Formulieren von Gedanken und den wechselseitigen Austausch von Texten sollen allgemeine Schreibprobleme, die sich oft durch unzureichende Kenntnisse textlicher Gestaltung bedingen, konstruktiv begegnet werden. Die Weiterentwicklung des eigenen Texts sowie insbesondere die Fortführung der Texte anderer fordert eine konzentrierte Auseinandersetzung mit diesen.

Das Projekt zielt weiterhin darauf ab, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Kinder und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund wechselseitig in das Bewusstsein zu rücken. Den Jugendlichen wird eine Stimme gegeben, sie werden mit ihren biographischen Erfahrungen wahrgenommen und zum Mitwirken angespornt. Durch die Gestaltung einer Geschichte, mit der sich viele Heidelberger Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund identifizieren, soll zugleich auch den Heidelberger BürgerInnen die Lebenswelt der Jugendlichen aus erster Hand näher gebracht werden. Als potenzielle LeserInnen werden Menschen aller Altersstufen angesprochen.
Berichte
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Foto: RNZ/Bernhard Kreutzer
Kennenlerntag am 04.07.2013
Der Kennenlerntag fand im Veranstaltungsraum des Interkulturellen Zentrums in Heidelberg statt. Es begann mit einem Kennenlernspiel im Stuhlkreis. Den Teilnehmern wurden Nimm2 Bonbons ausgeteilt. Jeder durfte so viel Bonbons nehmen wie er möchte. Doch keiner wusste wirklich was ihn dabei erwartete. Schließlich wurden die Teilnehmer aufgeklärt. Jeder musste je  Bonbon, das er zu sich genommen hatte ein Detail von sich erzählen. Namen, Hobbies und Berufe wurden aufgezählt. Anschließend gab es eine 10 minütige Pause. Die Teilnehmer konnten sich mit Brezel und Orangensaft stärken und hatten die Gelegenheit sich im Gespräch besser kennenzulernen. Nach der Pause wurden die Ziele des Buchprojekts erläutert und das Vorgehen beim Schreiben anhand von Beispielen verdeutlicht. In der Abschlussdiskussion wurden noch offene Fragen beantwortet und es wurde festgestellt, dass es zum Schreibvorgang noch Klärungsbedarf gibt. Dazu wurde entschlossen ein Forum und eine Facebookgruppe zu gründen, wodurch sich die Teilnehmer austauschen und ihre Wünsche und Verbesserungsvorschläge äußern können. Auf Wunsch der Teilnehmer wurde die Teilnehmerfrist am Buchprojekt bis zur nächsten Veranstaltung verlängert. Die nächste Veranstaltung wird ein gemeinsamer Schreibtag sein, bei dem alle Teilnehmer zusammen in einem Raum schreiben werden. Bis dahin sollen alle Teilnehmer Zugriff auf das Online-Dokument bekommen und von Zuhause aus die vorhandenen Texte lesen und mit dem Schreibprozess beginnen.
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Foto: RNZ/ Alex
Gemeinsamer Schreibtag am 14.10.2013
Der erste gemeinsame Schreibtag fand ab 18 Uhr im Haus der Jugend in Heidelberg im "Cafe Plan B" statt. Die Veranstaltung startete mit einer Ankündigung an die Teilnehmenden des Projekts. Es wurde berichtet, dass das Online-Buchprojekt, das bei der Initiative für Integration 2013, initiiert vom Radiosender bigFM angemeldet wurde, es unter die besten zehn Projektideen geschafft hat. Eine Auswahl der Projektteilnehmer ist somit zur Preisverleihung am 6.Nov 2013 nach Stuttgart ins Weiße Saal im Neuen Schloss eingeladen. Dort werden die Gewinner des Wettbewerbs preisgegeben. Weitere Informationen zur BigFM Initiative für Integration können hier nachgelesen werden: http://www.bigfm.de/views/on-air/specials/initiative-integration.html In einem zweiten Schritt wurde den Teilnehmenden die eigentliche Tagesordnung, bestehend aus organisatorischen Details, einem Schreibworkshop und der Abschlussdiskussion, vorgestellt. Nachdem sich alle Teilnehmer von ihren mitgebrachten Laptops aus in die GoogleDrive Datei angemeldet hatten, erhielten sie eine Einführung in verschiedene Funktionen des Google Drive, darunter die Chatfunktion und Kommentarfunktion. Es folgte eine Präsentation der Verhaltensregeln in Bezug auf den Umgang mit Texten von CoAutoren. Der Wunsch nach einer Verständigung auf solche Regeln kam bereits am Kennenlerntag am 4.Jul 2013 auf. In einem Prozess über die letzten Monate erarbeiteten die Teilnehmenden in einem Online-Forum gemeinsam folgende Verhaltensregeln:
  • • Sich gegenseitig respektieren.
  • • NICHT durchstreichen, bevor der Autor nicht informiert wurde.

Folgende Schritte sind zu befolgen:
1. Textstelle kommentieren
2. Diskutieren via Chat-Funktion oder E-Mail
3. Bei Übereinkunft, die Textstelle ändern bzw. löschen. Bei Nichtübereinkunft den Text nicht ändern!
4. Verbesserungsteam wird an Stichtagen über die Änderung oder Nichtänderung entscheiden

Anschließend wurden die Aufgaben des Verbesserungsteams erläutert. Das Verbesserungsteam trifft sich an vereinbarten Tagen und schaut über den gesamten Text. Sie schauen sich vor allem kommentierte und markierte Textstellen an und sprechen mit den Verfassern, um auf eine Entscheidung zu kommen. Zwei Teilnehmende erklärten sich sofort dazu bereit, im Verbesserungsteam mitzuwirken, den anderen Teilnehmern wurde Zeit gegeben, sich für eine mögliche Teilnahme in diesem Team zu entscheiden. Geplant ist die Besetzung der Verbesserungsgruppe mit 7 Projektteilnehmern. Im zweiten Tagesordnungspunkt ging es um das Vorgehen beim gemeinsamen Schreibvorgang. Dazu fand zunächst gemeinsam in der Gruppe ein Brainstorming zu möglichen Themen für den kreativen Part des Abends statt. Die Teilnehmenden schlugen z.B. die Themen soziales Netzwerk, Geschlechterfrage und Freizeitgestaltung vor. Zu offenen Meinungsunterschieden kam es bezüglich der literarischen Zeichnung der Charaktere, insbesondere bei der Frage danach, ob die Eltern von Yaren "streng" oder eher "gelassen" sein sollten. An diesem Punkt konnten sich die Teilnehmenden nicht abschließend einigen. Nach dem Brainstorming war es Zeit für eine kleine Pause, wo sich die Teilnehmer mit Brezeln und Getränken stärken konnten. Anschließend fanden sich die Teilnehmenden in kleinen Gruppen zusammen, um gemeinsam Texte zu verschiedenen Themen zu verfassen. Dieser Schreibwerkstatt war der größte Teil des Treffens gewidmet. Es ging von 19:10 bis 20:20 Uhr. Es entstanden die neuen Untertitel „Liebe“, „Schischabar“, „Freitagabends in der Moschee“ und „Yarens Freundeskreis“. Zum Schluss versammelten sich alle Teilnehmer in der Couchecke in gemütlicher Runde des "Cafe Plan B" zur Abschlussdiskussion. In der Feedbackrunde wurde der Wunsch geäußert, sich öfter für einen gemeinsamen Schreibtag zu treffen. Zudem kam es zu neuen Vorschlägen, wie man das gemeinsame Schreiben strukturieren könnte. Die Teilnehmenden nahmen sich vor, bei den nächsten gemeinsamen Schreibtagen für die Ereignisse im Buch ein Handlungszeitrahmen bzw. das entsprechende Alter der Protagonisten zu bestimmen. In einem darauf aufbauenden Schritt sollen den Protagonisten innerhalb dieses Zeitrahmens Charaktereigenschaften zugeordnet werden. Ziel hierbei ist die Schaffung eines "roten Fadens". In einem Ausblick wurde der nächste Meilenstein des Projektes angekündigt. So ist es geplant, einem Workshop zum Thema kreativen Schreibens unter professioneller Leitung anzubieten. Die Terminfindung soll in Kürze durch eine Doodle-Umfrage erfolgen.

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Foto: RNZ/ Alex
Workshop - Kreatives Schreiben am 18.01.2014
Am Samstag, den 18.01.2014, führte Frau Dr. Anette Huesmann im großen Veranstaltungsraum des Interkulturellen Zentrums in Heidelberg ein Workshop zum Thema Kreatives Schreiben durch. In diesem lernten die Buchprojektteilnehmenden Grundlagen, wie man ein spannendes Buch schreibt. Frau Huesmann hatte ihr Workshop in zwei Lehreinheiten gegliedert. Zunächst stellte Sie anhand von Beispielen aus dem Buch „die Tribute von Panem“ Methoden und Techniken vor, die bei gegenwärtigen Jugendbüchern häufig Verwendung finden. Themen wie z.B. „Wie gestaltet man einen Hauptkonflikt?“, „Was ist Show don’t tell“ und „Wie werden Gefühle mitgeteilt“ bildeten den inhaltlichen Rahmen. Die zweite Einheit widmete sich den vorhandenen Textstellen des Buchprojekts. Hierbei hatten die Projektteilnehmenden die Möglichkeit von der Workshopleiterin Tipps zu ihren Textstellen einzuholen. Ergänzende Übungen verankerten das Wissen und halfen dabei, die Theorie in die Praxis umzusetzen. In einem nächsten Schritt werden die Autoren eine rote Fadenveranstaltung zum Thema Handlungen durchführen. Die Terminfindung soll in Kürze durch eine Doodle-Umfrage erfolgen.
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Workshop - Den eigenen Schreibstil finden am 18.09.2014
Am Donnerstag, den 18.09.2014, führte die Autorin Frau Dr. Anette Huesmann im großen Veranstaltungsraum des Interkulturellen Zentrums in Heidelberg einen weiteren Workshop mit den Buchprojektautoren durch. Bei der dreistündigen Abendveranstaltung machte die Workshopleiterin auf Punkte aufmerksam, die im Schulalltag selten vertieft werden. Die Autorin Frau Huesmann teilte den Workshop in zwei Einheiten auf. Erste Einheit: „Lebendig und verständlich schreiben“. Dieser Teil widmete sich dem Thema Schreiben. Hierbei wurde nicht nur literarisches bzw. belletristisches Schreiben behandelt, sondern auch Sachtexte. Dabei ging es vor allem um die Fragestellungen wie: Was macht einen Text verständlich? Wie sieht ein guter Text aus? Die zweite Einheit des Workshops drehte sich mehr um literarische Texte. Es ging darum, welche Freiheiten ein Autor hat, was literarische Texte von Sachtexten unterscheiden und was ein Autor auch in literarischen Texten vermeiden sollte.
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